Zweck unseres Vereins ist die Hege und Pflege des Fischbestandes in den Vereinsgewässern unter Berücksichtigung der Belange gesetzlicher Bestimmungen, sowie die Gesunderhaltung der Gewässer und Maßnahmen zur Erhaltung oder Verbesserung des Landschaftsbildes, natürlicher Wasserläufe und des Artenschutzes. Besonders wichtig ist uns auch eine solide Jugendarbeit, um auch zukünftige Angelfischergenerationen auf diese für die Allgemeinheit wichtige Aufgabe vorzubereiten.

Unsere wichtigsten Pachtgewässer

Ruffsee

Der Hardt-See Bruhrain ist mit einer Fläche von über 60 ha unser größtes Pachtgewässer. Derzeit wird am See noch aktiv Kies gefördert wobei die zukünfigen Auskiesungspläne eine nochmalige deutliche Erweiterung in westlicher Richtung vorsehen. Aufgrund seiner Größe und Attraktivität haben sich am Hardt-See noch weitere wassergebundene Vereine, wie Segler und Surfer, niedergelassen. Daneben bieten zwei idyllisch angelegte Badestrände in den Sommermonaten erfrischende Erholung im kühlen Nass. Dieses ansprechende Freizeitangebot wird noch durch den öffentlichen Kioskbetrieb der Motorradfreunde abgerundet, die in unmittelbarer Nähe zum Badestrand Ihr Vereinsheim errichtet haben. Obwohl der See übers Jahr viele Erholungssuchende anlockt, kommen sich die einzelnen Gruppierungen erfreulichwerweise selten in die Quere, da der See aufgrund seiner Größe eine räumliche Entflechtung der Besucher erlaubt. Selbstverständlich kommt auch der Naturschutz nicht zu kurz, dem großflächige Ruheräume eingeräumt werden. Der See wird von insgesamt drei Fischervereinen befischt - nach dem SFV Huttenheim sind dies noch der FV Graben und der SFV Neudorf. Die Fischreigrenzen sind der obigen Skizze zu entnehmen. Mit dem FV Graben besteht die Übereinkunft, dass die jeweiligen Pachtstrecken gemeinsam befischt werden, ohne dass hierfür eine gesonderte Erlaubniskarte des anderen Vereins notwendig wäre. Zudem bestehen auf Huttenheimer Gebiet folgende Auflagen: Bade- und Surfstrand sind aus sicherheitstechnischen Gründen von der Uferfischerei ausgenommen. Die Uferfischerei ist nur in den zugelassenen Bereichen möglich. In der Zeit vom 15. Februar bis 15. August (Laich und Brutzeit) ist bei der Bootsfischerei ein Abstand von 30 m zu den geschützten Uferbereichen einzuhalten.

Brechtsee

Der Brecht-See ist ebenfalls ein Baggersee, an dem die Kiesförderung jedoch seit Mitte der 90er Jahre eingestellt wurde. Bei einer Fläche von rund 25 ha und einer Tiefe von bis zu 24 m zeichnet sich der See durch eine bemerkenswerte Sichtigkeit von zeitweise bis zu 10 m aus, was zu einem artenreichen Wasserpflanzenbestand bis in große Tiefen führt. Der Fischbestand setzt sich aus Aalen, Barschen, Hechten, Rotaugen, Schleien, Karpfen und Zandern zusammen, kurz alles was das Anglerherz höher schlagen lässt. Regelmäßig werden auch kapitale Exemplare gefangen. So sind Hechte bis 32 Pfund, Karpfen bis 28 Pfund und Barsche bis 4 Pfund verbürgt. Das Fischerheim unseres Vereins befindet sich in idyllischer Lage in nächster Nähe zum See am Südufer gelegen.

Rheinniederungskanal

Der Rheinniederungskanal entsteht aus dem Zusammenfluss von Jägerschrittkanal und Verlängertem Pfinzkanal und mündet nach einer Lauflänge von ca. 4300 m in den Philippsburger Altrhein. Im Gegensatz zum Jägerschrittkanal ist der Rheinniederungskanal auf weiten Strecken beidseits von einem alten Pappelbestand gesäumt, der in den Sommermonaten das Gewässer soweit beschattet, dass sich keine flächendeckenden Unterwasserpflanzenbestände ausbilden können. Von der Gewässergüte ist dieser Gewässerabschnitt als mäßig belastet eingestuft, was auch weitgehend mit der erwarteten Güte eines langsam fließenden Flachlandbaches übereinstimmt. Der Fischbestand ist geprägt von Rotaugen und Brassen, daneben werden aber auch Aale, Rotfedern, Schleien, Güstern und Döbel gefangen. An Kleinfischen finden sich Gründlinge und Hasel. Bei den Raubfischen sind Barsch, Hecht und Rapfen vertreten. In den letzten Jahren hat sich auch der Waller hinzugesellt, der schon in Stückgewichten bis 24 Pfund gefangen wurde.

Grosses Loch

Das Große Loch ist ein Kleingewässer von 0,4 ha, das aufgrund der Belastung mit Nährstoffen regelmäßiger Überwachung und Gewässerpflege bedarf. Die Eintragsquellen dieser Nährstoffe sind neben den benachbarten landwirtschaftlichen Flächen auch der herbstliche Laubeinfall durch angrenzende Bäume und Sträucher. Ungeachtet dessen lässt sich in diesem Gewässer dennoch eine interessante Fischerei betreiben, in deren Mittelpunkt Karpfen, Schleien und Hechte stehen. Verbunden mit der malerischen Umgebung ist die Pirsch auf unsere Flossenträger an diesem Gewässer immer ein besonderes Erlebnis, das ideale Entspannung vom oftmals hektischen Berufsleben garantiert.